Jetzt wird es interessant. Begonnen hat diese Woche mit dem ersten Entwurmen der Kleinen. Die Mädels haben das überraschend gut über sich ergehen lassen, andere waren ein wenig entsetzt. Aber die rosa Paste ist bei jedem drin geblieben. Ada war mehr als nur entsetzt und wuselte ständig zwischen mir und den Welpen rum. Kleine Warnung am Rande: das rosa Zeug bekommt man schlecht wieder aus der Kleidung raus.
So sah es zu Beginn der Woche aus:
In dieser dritten Woche nehmen die Welpen Kontakt mit ihrer Umwelt auf. Mama Cookie wird beschnuppert und beknabbert. Ganz abenteuerlustige Welpen versuchen sie zu erklettern - das klappt am 30.01. noch nicht. Wir als Menschen werden betrachtet - naja, jedenfalls erkennen sie, dass irgendwas vor ihnen sitzt. Auch Hände werden probiert und Geschwisterchen zahnlos erkundet. An Ohren kann man ja auch toll saugen. Mit offenen Augen sind sie gleich nochmal so putzig.
Mama Cookie frisst uns die Haare vom Kopf. Madame mag Trockenfutter nicht so gerne. Also bekommt sie halt Nassfutter. Vier 800g-Dosen schafft sie am Tag ohne Probleme. Dazu noch ein paar Schüsseln Trockenfutter ergeben Futterkosten von 15 Euro pro Tag. Trotz ihrer All-you-can-eat-Vollpension ist sie nicht dick. Die Welpen kosten sie viel Kraft. Die Kleinen schaffen meistens eine Gewichtszunahme von 100 bis 200 g täglich. Irgendwo muss das ja herkommen.Ada darf manchmal bis zum Eingang der Wurfbox und die KLeinen beschnuppern. Sie würde ja zu gerne mitputzen. Wenn man ihr einen Welpen hinhält, dann zeigt sie uns, dass sie das immer noch kann. Cookie duldet es mit strengen Blicken.
Wie man auf den folgenden Fotos erkennen kann, trauen sie sich inzwischen die Wurfkiste zu verlassen und Cookie füttert sie nun auch öfters außerhalb der Wurfkiste. Da ist halt einfach mehr Platz (und sie kann leichter flüchten).
Heute, am 01.02.2026, wurde schon mal in Schichten getrunken. Nur blöd, wenn man beide Schichten verschläft. Dino hatte zuerst ein wenig Pech und hat dann rumgemotzt bis Cookie sich entnervt wieder hingelegt hat. Dörte passiert das auch öfter. Wenn man bei den Videos einen Welpen sehr laut und durchdringend jammern hört, dann ist das übrigens meistens Dörte. Sie verhungert mindestens dreimal am Tag. Deswegen ist sie auch die Zweitdickste. Noch schwerer ist nur Daiko.
Wenn dann alle sechse auf einmal schlafen, ist das wie ein Sechser im Lotto. Cookie kommt endlich zur Ruhe und schläft sofort ein. Gelegentlich flüchtet sie auch in den Keller - dort habe ich unsere Faltbox aufgestellt - um das Quietschen nicht mehr zu hören. Der ein oder andere Welpe fiept, knurrt, bellt und gurrt im Schlaf. Wenn sie in der Nähe ist, rennt sie sofort hin, um zu schauen, ob alles passt.
Hoch über den Welpen blüht übrigens meine Monsterorchidee. Die ist so schwer, dass ich mindestens zwei Personen zum Tragen brauche. In weiser Voraussicht habe ich sie auf einen fahrbaren Tisch gestellt, damit die Welpen dort nicht drankommen. Normalerweise dient dieser Raum als Winterort für meine Pflanzen. Die müssen dieses Jahr halt ein wenig wärmer überwintern. Ein großer Vorteil dieses Raumes sind die gigantischen Glasschiebetüren nach draußen. Dort könnte ein Auto durchfahren (wenn es durch meinen Garten käme). Sobald die Sonne scheint, haben wir hier super Licht. Leider ist Sonne dieses Jahr ein wenig Mangelware. Dafür könnten wir ganz viel Nebel abgeben.
Aber zurück zu den Welpen: Manch ein Welpe kann auch nicht alleine wach sein und probiert seine Geschwister durch überrollen, anknabbern oder abschlecken zu einer Reaktion zu veranlassen. Irgendwann sind dann aber für eine Weile alle ruhig.
Den kleinen Dion habe ich jetzt kurzerhand in Dante umbenannt (der Name ist ja gerade wieder frei). Mit seinen welligen bzw lockigen Haaren sieht er ein wenig durchgeistigt aus. Der Name passt zu ihm. Er und sein Bruder Darius sind die leichtesten im Wurf und einen Tick zarter als Dino oder Daiko (der hier sowieso das Kommando führt).
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Wie kann man nun alle voneinander unterscheiden? Ich gebe zu, auf den Fotos fällt mir das gelegentlich wirklich schwer. Je nach Belichtung, Weißabgleich und ähnlichem sehen die Farben auf den Fotos anders aus als in Natura. Generell ist Dörte einfach die dunkelste, Daiko und Dorle sind die beiden hellen Welpen (falben). Dorle hat weiße Zehenspitzen und einen weißen Brustfleck. Dino hat eine schöne dunkle Maske und trägt das gelbe Halsband. Vorher hatte er ein gehäkeltes Bändchen, das aber nun nicht mehr passt. Dante trägt das blaue Halsband, ist aber an seinen etwas welligen Haaren im Vergleich zu den anderen gut zu erkennen (wenn man die anderen sieht). Damit bleibt nur noch Darius - das klappt dann mit dem Ausschlussverfahren.
Die Halsbänder sind nicht überall zu erkennen, da sie oft im Fell verschwinden.
Seit Sonntag werden die Welpen unruhig, wenn Cookies Futter zu nahe bei ihnen steht. Man merkt, dass sie sehr interessiert daran sind, was ihre Mama die ganze Zeit frisst. Also bekommen sie auch ein wenig davon ab. Dino hat das sofort kapiert und frisst sehr manierlich aus dem Teller. Daiko hat nur Futter gerochen und ist sofort komplett durchmarschiert und hat sich dann beklagt, dass er nichts findet. Auf die Idee mal nach unten zu sehen, ist er erst später gekommen.
Beim Fressen machen sie natürlich eine Riesensauerei. Aber wozu hat man zwei erwachsene Hunde? Die machen natürlich alles wieder sauber. Meine Waschmaschine hat ständig zu tun, da Cookie zwar für die Abfallbeseitigung sorgt, aber die Pfützen bekommt sie nicht komplett aufgeschlabbert.
Wenn dann mal die Sonne scheint, macht das Fotografieren gleich viel mehr Spass.
Ich habe ab Dienstag viel Zeit (die ich meist im Bett verbringe), da ich mir eine böse Erkältung mit Husten, Schnupfen, Kopfweh und solchen unangenehmen Begleiterscheinungen eingefangen habe. Meine Stimme ist fast weg und ich bleibe besser Zuhause, bevor ich die komplette Schule anstecke. Laut werden kann ich eh nicht, also macht Unterricht keinen Sinn. Denken geht auch nicht so gut, meine Hirnzellen sind wohl auch erkältet. Die Schüler wird das freuen, da ich für Dienstag eigentlich zwei schriftliche Arbeiten vorbereitet haben. Das wussten die Schüler zwar (bei uns gibt es nichts unangekündigtes), aber die meisten lernen ja trotzdem nicht.
Ada darf inzwischen begrenzt mithelfen. Immer mal wieder verirrt sich ein Kleines zu ihr und schaut nach, ob sie auch Milch gibt. Das findet Ada etwas irritierend, wehrt sich aber durch intensives Putzen. Dann flüchten sie meist recht schnell.
Wenn ich den Kleinen so zuschaue, dann müsste ich doch mal aufschreiben, wie lange sie am Tag wach sind. Heute habe ich erst wieder gelesen, dass manche der Meinung sind, Welpen (und da waren welche ab acht Wochen gemeint) müssten auf 20 Stunden Schlaf am Tag kommen. Ob das meine drei Wochen alten Welpen schaffen? Ich zweifle eher daran. Aber spätestens in einer Woche werden sich ihre Wachzeiten verdoppelt haben.
Die folgenden vier Bilder zeigen Dörte, Darius, Daiko mit Ada und Dino nach seinem Kampf mit der Stoffschlange.
Ein Foto vom Wurfzimmer (jedenfalls von einem Teil davon) ist sicher auch mal interessant. Meine Kinder haben mir ein neueres Handy gebracht (das ich natürlich heute auch schon wieder verlegt habe, muss ich nachher mal anrufen, solange der Akku geladen ist). Vorteil dieses Handys ist natürlich der Weitwinkel. Ein Weitwinkelobjektiv habe ich tatsächlich nicht mehr. Da wohne ich jetzt mindestens acht Wochen lang. Der Rest des Hauses sieht mich nur gelegentlich - hauptsächlich zum Pflanzen gießen. Schade, dass ich es nicht mehr geschafft habe, den Fernseher an die Antenne anzuschließen, das Antennenkabel ist wohl ein wenig korrodiert. Aber andererseits kommt ja eh nichts Gescheites im Fernseher.
Die kleinen Brummer haben jetzt am Ende der Woche ein Gewicht von ca 2,5 kg erreicht. Daiko und Dörte knapp darüber, der Rest ein wenig darunter. Sie füllen die Wurfbox jetzt deutlich mehr aus. Cookie passt da zum Säugen nicht mehr gut rein. So sieht es jetzt am Ende der Woche 3 aus. Woche 4 folgt bald.